Hochleistungsstahlbandförderer seit 1929

Arcelormittal - Dofasco

Die Aufgabenstellung

Das Projekt war darauf ausgelegt, durch einen niedrigeren Druckluftbedarf Energie einzusparen und die Betriebsstunden sowie den Gesamtanlagenwirkungsgrad zu erhöhen.
Im heißen Walzwerk liefen 27 Vibrationstische in einem Tunnel unter den Austragstischen im Dauerbetrieb (24 h / 7 Tage pro Woche, 360 Tage pro Jahr), um jederzeit zur Verfügung zu stehen, wenn die Walze zum Einsatz kam. Um sicherzustellen, dass während des Walzprozesses keine Oberflächenschäden auftreten, musste der während des Heizvorgangs entstehende Zunder (Eisenoxide) unbedingt vom Produkt abfallen und auf die Vibrationstische herunterfallen. Dazu entfernten die Tischwalzen den Zunder von der Unterseite der Brammen, der dann mit extrem hoher Temperatur auf die Vibrationstische fiel. Anschließend gelangte der Zunder in eine Zundergrube am Ende der Vibrationstische, von wo er in eine Übergabevorrichtung abgeworfen wurde.

 

Der Kunde

Arcelor Mittal Dofasco ist ein kombiniertes Stahlwerk, das in der kanadischen Region Hamilton seit 1912 betrieben wurde, als C.W. Sherman die Dominion Steel Casting Company zur Herstellung von Gussteilen für die kanadische Eisenbahn gründete.
Später in Dominion Foundries and Steel umbenannt schloss sich das Unternehmen im Jahr 1917 mit seiner Tochtergesellschaft, der Hamilton Steel Wheel Company, zusammen. 1980 wurde der Name offiziell in Dofasco Inc. geändert. Dofasco nahm das erste Stahlblechwerk in Kanada in Betrieb und war 1954 das erste Unternehmen in Nordamerika, das die Oxigen-Technologie anwendete. 1996 führte Dofasco einen Lichtbogenofen und eine Brammengießanlage ein, die erste ihrer Art bei einem vollintegrierten Stahlproduzenten auf dem amerikanischen Kontinent. Im Jahr 2006 wurde Dofasco vom europäischen Stahlhersteller Arcelor aufgekauft. In diesem Zeitraum verschmolz Arcelor zudem mit Mittal Steel und wurde zu ArcelorMittal.
Heutzutage ist ArcelorMittal der weltweit größte Stahlproduzent mit einem Anteil von fast 10% der globalen Stahlherstellung.

 

Die Lösung

2013 wurde Magaldi von ArcelorMittal Dofasco (AMD) an Untersuchungen zum Austausch eines Vibrationsförderers für den Transport von heißem Zunder beteiligt. Diese Untersuchungen waren Teil eines größeren Projekts zur Energieeinsparung im Werk von AMD.
Magaldi schlug als Lösung für das Hauptanliegen - die Energieeinsparung - die Installation eines Magaldi Superbelt®-Förderers von ca. 90m Länge vor, der in der Lage war, den heißen Zunder bis zum Austragsbalken zu transportieren. Die Nennleistung des Magaldi Superbelt®-Förderers beträgt nur 4 kW, wobei der Energiebedarf sogar noch niedriger ist, was zu einer erheblichen Energieeinsparung im Vergleich zum Verbrauch der bestehenden 27 Vibrationstische führt.
Da der verfügbare Platz sehr begrenzt war, stellte das Projekt eine große Herausforderung dar. Daher wurde der Magaldi Superbelt®-Förderer in einer langen Grube unterhalb der Walzlinie angeordnet. Ein enges Zeitfenster von nur 4 Tagen für die Montage erforderte die Vormontage des Förderers in Bauteilen von ungefähr 6 m Länge, die dann von einem Kran in der Grube positioniert werden mussten. Zwei erfahrene Magaldi-Meister koordinierten alle Aufstell- und Inbetriebnahmetätigkeiten.

 

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