Hochleistungsstahlbandförderer seit 1929

STX Heavy Industries

Die Aufgabenstellung

Das Wärmekraftwerk Bukpyeong (2x 595 MW ultra-überkritische Blöcke), das sich im Bukpyeong National Industrial Complex, Donghae City, Gangwon Provinz befindet, war Koreas erstes privat finanziertes Investitionsprojekt, für das der Anlagenbetreiber STX Electric Power ein Joint Venture mit Korea East-West Power einging. STX EP war für den Bau sowie den Betrieb des Kraftwerks verantwortlich, wogegen EWP Management, Handhabung und Wartung übernahm. Sowohl STX EP als auch EWP verfolgten ein klares Ziel: Bukpyeong sollte das umweltfreundlichste Kraftwerksprojekt in Südkorea werden.
Daher bemühte man sich bei diesem Wärmekraftwerk mit großem Interesse um den Einsatz der Magaldi-Technologie, um die Bodenasche trocken auszutragen und in verkaufsfähige Flugasche umzuwandeln. Nach mehr als zwei Jahren intensiver Verhandlungen erhielt Magaldi Power S.p.A. im Juni 2013 von BHI den Auftrag für die Auslegung und Lieferung von zwei MAC®- und MAR®-Anlagen für dieses Kraftwerksprojekt.
In Bukpyeong wird die Bodenasche nicht länger als Abfall der Kohleverbrennung sondern als wertvoller, zusätzlicher Rohstoff angesehen.

 

Der Kunde

Das koreanische Unternehmen BHI ist ein weltweiter Lieferant für Kraftwerksausrüstung, das über umweltfreundliche und hocheffiziente Technologien zur Minimierung von Kohlendioxid-Emissionen und Maximierung der Energieeffizienz verfügt. BHI bietet Leistungen für Engineering, Fertigung, Bau und Montage basierend auf globalen Erfahrungen und Technologien sowie entsprechenden Fachleuten.
Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens reicht vom Energiesektor bis zu Stahlwerken, Öl- und Gasraffinerien, Bauwesen, Ausführung und Montage. Dabei sind kohlenstaubgefeuerte Kessel, Kessel mit zirkulierender Wirbelschichtfeuerung, Öl- und Gaskessel, Oberflächenkondensatoren, CCW-Wärmeaustauscher, HD- und ND-Speisewasservorwärmer die Hauptprodukte für Kraftwerke.

 

Die Lösung

Die MAC®- und MAR®-Anlagen tragen die Bodenasche trocken aus, und kühlen, zerkleinern und transportieren sie bis in ein Vorratssilo. Von diesem Silo wird die trockene Bodenasche durch die Kohlemühlen in die Kesselbrennkammer zurückgeführt oder auf offene Lastwagen verladen.
Die MAC®- und MAR®-Anlagen sind durch ein Anschlussstück mit dem Kessel verbunden, das eine gasdichte Verbindung zwischen Kessel und Bodenaschetrichter sicherstellt. Der feuerfest ausgekleidete Bodentrichter mit Wärmeisolierung ist mit hydraulisch betriebenen Bodenklappen ausgestattet. Der MAC®-Austragsförderer transportiert und kühlt die Bodenasche mithilfe einer geregelten Umgebungsluftmenge, die dank des im Kessel herrschenden Unterdrucks in das Förderergehäuse eintritt. Der Luftstrom kühlt die Asche entlang des Förderers und erreicht die Brennkammer, wobei eine erhebliche Energiemenge aus der Bodenasche zurückgewonnen wird. Infolgedessen tritt Kühlluft mit relativ hoher Temperatur durch den Kesselaustritt in die Brennkammer ein, wobei eine beträchtliche Energiemenge in Form von fühlbarer Wärme der Asche, chemischer Energie der Asche durch unverbrannte Partikel und aufgrund des Kesselstrahlungsflusses durch den Kesselaustritt zurückgewonnen wird.
Nach dem Austrag vom MAC®-Bandförderer wird die Bodenasche in einem Einwalzenbrecher auf eine Korngröße von ca. 25 mm reduziert. Hinter der Brechervorrichtung wird die Asche im Nachkühl-Förderer weiter gekühlt und anschließend ins Vorratssilo gefördert. Das Silo verfügt über zwei Austrittsöffnungen: eine für die Nassentaschung der Bodenasche auf offene Lastwagen und eine für die trockene Bodenasche-Rückführung in die Kesselbrennkammer.
In der MAR®-Anlage wird die Bodenasche durch eine Hammermühle auf eine Korngröße von ca. 5 mm zerkleinert und dann pneumatisch zu den Aufnahmebehältern im Kesselhaus in der Nähe der Kohlezuteiler gefördert. Die Bodenasche wird schließlich in die Kohlemühlen aufgegeben und durch Primärluft in die Kesselbrennkammer transportiert, wo sie in Flugasche umgewandelt wird.

 

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